Bewusstseinserweiterung | Meditation

Enttäuschung

Nov 7, 2022 | Allgemein | 0 Kommentare

Einleitung

Enttäuschungen zu erleben, ist nur schwer zu verdauen – Denn es bedeutet, dass du dich mit etwas Niederem „zufrieden“ geben musst, als du dir erhofft hast.

In schwerwiegenden Fällen der Enttäuschung geht es aber längst nicht mehr darum, dich dennoch mit der gegebenen Situation zufrieden zu stellen – sondern schlichtweg mit ihr klarkommen zu müssen und mit ihr zu leben.

Wir zeigen dir, weshalb das Gefühl der Enttäuschung eigentlich zustande kommt und wie relevant deine Erwartungshaltung dafür ist, um Enttäuschungen aus dem Weg zu gehen. Lies einfach weiter.

Was ist Enttäuschung?

Enttäuschung wird häufig mit den Gefühlen und Emotionen von unglücklich sein und Traurigkeit in Verbindung gebracht.

Während sich die menschlichen Basisemotionen der Freude, Wut, Traurigkeit, Angst, Überraschung und auch Ekel gegenseitig beeinflussen, verfestigen und sogar zu komplexen Erfahrungen ausweiten können, sind emotionale Zustände wie Bewunderung, Ärgernis, Langeweile oder eben auch Enttäuschung die Ergebnisse davon.

Enttäuschung lässt sich demnach als emotionalen Zustand beschreiben, der vom Gefühl der Traurigkeit herrührt. Aus dem Grund ist es nur logisch, dass wir uns enttäuscht fühlen können.

Doch Enttäuschung zu fühlen ist oftmals das Resultat subjektiver Erfahrung: Während du zum Beispiel Trauer oder Traurigkeit empfindest, wenn du eine Chance verpasst hast, können andere wiederum Wut verspüren, wenn etwas nicht eingetreten ist, was sie aber für wohlverdient gehalten haben.

Doch wie kommt das Gefühl der Enttäuschung überhaupt zustande?

Das Gefühl der Enttäuschung

Jeder kennt es vermutlich: Das Gefühl der Enttäuschung. Nicht selten überrumpelt es einen einfach und zieht einen emotional nach unten. Denn enttäuscht zu sein bedeutet sich unglücklich zu fühlen.

Doch wieso tritt das Gefühl der Enttäuschung so meist ganz plötzlich und unerwartet ein?

Insgeheim versteckt sich die Antwort auf diese Frage schon in ihr selbst. Das Stichwort lautet dabei unerwartet. Denn eine Enttäuschung wird in dir hervorgerufen, sobald sich eine von dir gestellte Erwartung, aber auch eine Hoffnung oder ein Wunsch nicht erfüllt.

Enttäuschung-2

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Wieso bin ich enttäuscht?

Enttäuschungen entstehen, wenn du dir etwas erhoffst, etwas Bestimmtes erwartest oder wünscht – und genau das eben nicht eintrifft. Da deine Erwartung somit nicht in Erfüllung geht, können auch nicht deine Bedürfnisse befriedigt werden.

Die Gründe, wieso deine Erwartungen nicht eintreffen und du deshalb enttäuscht bist, können dabei aus verschiedenen Richtungen entspringen:

Zum einen kannst du von dir selber enttäuscht sein. Wenn du zum Beispiel von deinem eigenen Verhalten, einer Reaktion von dir oder über eine erbrachte Leistung deinerseits enttäuscht bist, dann nennt sich das Selbstenttäuschung.

Neben der Selbstenttäuschung, bei der du selber der ausschlaggebende Punkt bist, können jedoch auch äußere Faktoren eine Enttäuschung in dir hervorrufen. Äußere Umstände, auf die du selber keinen wirklichen Einfluss nehmen kannst. Beispiele dafür sind Zufälle oder auch das Handeln von anderen Menschen.

So kommt es nicht selten vor, dass man vielleicht von seinen eigenen Freunden enttäuscht ist – oder besser gesagt: von deren Handeln oder Denken in bestimmten Situationen, in denen du anderes erwartet oder dir erhofft hättest.

Mehr zum Thema „Enttäuscht von Menschen“ und „Enttäuscht von Freunden“ findest hier und hier.

Enttäuschungen gehören zum Leben

Du wirst nicht einen erwachsenen Menschen finden, der noch nie in seinem Leben enttäuscht war. Denn: Enttäuschungen gehören zu Leben dazu. Sie sind das Resultat aus dem Zusammenwirken unserer (negativgestimmten) Gefühle, die jeder Mensch kennt und fühlt.

Dabei haben unsere Gefühle und schlussfolgernd auch emotionale Zustände wie die Enttäuschung evolutionäre Wurzeln: Wir sind auf sie angewiesen, um zu überleben und an uns zu wachsen.

Zu wachsen? Richtig gehört! Denn wenn du in der Lage bist, deine Enttäuschungen zu überwinden, dann erhältst du die Chance, an ihnen zu wachsen.

Das Phänomen der Erwartungshaltung

Stell dir einmal folgende Situation vor, der bestimmt auch du bereits schon mal in deinem Leben begegnet bist:

Du freust dich super lange auf einen ganz besonderen Tag oder gibst dir ganz besonders viel Mühe bei etwas. Ist der Tag gekommen oder du siehst dir das Ergebnis deiner mühevollen Arbeit schließlich an, bist du aber tatsächlich gar nicht so zufrieden oder überzeugt davon. „Hätte auch irgendwie besser sein können“, denkst du dir. Aber gut.

Im Gegenteil dazu kennst du sicher auch Situationen, in denen du eigentlich gar keine Lust auf etwas hast – wie zum Beispiel auf die Geburtstagsfeier eines nicht sehr nahen Familienmitgliedes. Lange überlegst du hin und her, ob du überhaupt hin gehen solltest oder nicht doch lieber stattdessen einen gemütlichen Abend auf der Couch verbringen magst, was schon eher deinen Abendvorstellungen entsprechen würde. Schließlich gibst du dir einen Ruck und gehst hin – Und siehe da: Der Familiengeburtstag ist tatsächlich gar nicht so schlecht und du hast richtig viel Spaß an diesem Abend, von dem du es gar nicht erwartet hättest.

Und Zack, da war es wieder – unser Stichwort: „erwartet„. Worauf genau wir hinaus wollen?

Während du bei der zweiten beschriebenen Situation vermutlich gar keine Erwartungen gegenüber dem Abend auf dem Familiengeburtstag gestellt hast, bzw. besser gesagt: sehr niedrige Erwartungen hattest wie zum Beispiel, dass es bestimmt sowieso langweilig werden würde, waren deine Erwartungen der ersten beschriebenen Situation sehr hoch angelegt.

Dass diese hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt werden, kann durch verschiedene äußere Einfluss-Faktoren oder aber auch durch einen sogenannten Ankunftstrugschlusses (Arrival Fallacy) misslingen. Dieser Trugschluss meint die volle Konzentration auf das Erreichen eines Zieles, sodass der Prozess vergessen wird, der zum Ergebnis vielleicht überhaupt nicht im Verhältnis steht. So strengst du dich jeden Tag mühevoll an und verspürst zunehmende Unzufriedenheit für das stille Versprechen, dass sich dieser Kampf zum Ziel lohnen wird. Du erhoffst die positiven Emotionen des Ergebnisses, auf das du hingearbeitet hast, die jedoch letztlich gar nicht eintreten. Denn dein Ergebnis waren die Strapazen und Mühen während des Prozesses im Endeffekt doch nicht wert – Deine Erwartungen wurden untertroffen.

Im Gegensatz dazu kann aber eine durchaus niedrige Erwartungshaltung gegenüber etwas Bestimmten leicht übertroffen werden. Und allein wenn diese niedrige Erwartungshaltung um einen Hauch übertroffen wurde, bist du bereits so überrascht darüber, dass es dich begeisterst. Du hast es eben so nicht erwartet – im positivem Sinne.

Hast du aber etwas im negativen Sinne nicht erwartet, weil du dir davon mehr erhofft und dir einfach mehr darunter vorgestellt hast, dann wurde deine Erwartung nicht getoppt, sondern im Gegenteil: nicht erreicht.

Das Ergebnis: Die Enttäuschung ist da. Und die Enttäuschung ist leider nicht selten größer, als man sich eingestehen mag.

Der Umgang mit Enttäuschungen – Was tun?

Mit Enttäuschungen umgehen zu können bedeutet eine Überwindung dieser zu meistern.

Damit sei jedoch nicht etwa eine Verdrängung, Leugnung oder Ignoranz der eigenen Enttäuschung gemeint – denn in solch einem Fall wirst du Enttäuschungen immer wieder durchleben – und das ist vor allem für deine psychische Gesundheit sehr schädlich.

Mit Überwindung meinen wir eher, dass du Enttäuschungen akzeptieren und verarbeiten musst, damit du aus ihnen lernen und an ihnen wachsen kannst.

Wir geben dir im folgenden hilfreiche Tipps, wie auch du deine Enttäuschungen zu überwinden schaffst.

 

  1. Akzeptanz deiner (negativen) Gefühle und deiner Enttäuschung
  2. Herausfinden der Ursache
  3. Ärger herauslassen
  4. Ablenkungen suchen
  5. Sichtweise wechseln
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persoenlichkeitsentwicklung.info

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Die häufigsten Fragen

Was verstehen wir unter Persönlichkeitsentwicklung?

Unter Persönlichkeitsentwicklung wird die Entwicklung des individuellen Verhaltens und die Entwicklung unserer mentalen-emotinalen und spirituellen Aspekte verstanden.

Der Idealzustand gleicht dabei einer erfolgreichen und glücklichen Persönlichkeit. Dazu gehört eine kritische Selbsteinschätzung, bei der du dich mit den eigenen Schwächen auseinandersetzt und deine Lebensziele angehst. 

Welche Themen umfasst die Persönlichkeitsentwicklung?

Zu den Themen der Persönlichkeitsentwicklung zählen unter anderem:

  • Selbstverwirklichung
  • Familie & Kinder
  • Liebe & Beziehung
  • Gesundheit & Sport
  • Achtsamkeit & Spiritualität
  • Urlaub & Freizeit
  • Bildung & Wissen
  • Wohnen & Umfeld
  • Karriere & Berufung
  • Finanzen & Geldfluss
  • Unternehmen & Führung

Natürlich gibt es auch noch zahlreiche andere Themen im Hinblick auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Über die oben genannten Themen kannst du auf unserem Portal noch mehr erfahren und nachlesen.

Wie entwickelt sich die Persönlichkeit eines Menschen?

Persönlichkeitsentwicklung ist bereits von Geburt an ein fließender Prozess, auf den wir zunächst keinen Einfluss nehmen. Die eigene Persönlichkeit ist immer in einer dynamischen Entwicklung und wird sowohl durch natürliche Anlagen, als auch durch das soziale Umfeld und die eigenen Lebenserfahrungen geprät. Auch wir können bewusst Einfluss auf unsere Persönlichkeitsentwicklung nehmen. 

Wie kann ich an meiner Persönlichkeit arbeiten?

Zu Beginn solltest du dir einige Fragen stellen, wie unter anderem:

  • Wie bin ich und wie möchte ich sein?
  • Was erwarte ich vom Leben?
  • Was möchte ich erreichen?
  • Was ist mir wichtig?

Was prägt die Persönlichkeit eines Menschen?

Die Persönlichkeit eines Menschen wird unter anderem von körperlicher Erscheinung, Verhalten, Denkmuster, Einstellungen und Überzeugungen, Werte und Emotionen, bestimmt. Untersuchungen haben ergeben, dass besonders die Beziehungsgestaltung, die Familiengründung und die Berufswahl eine große Bedeutung für unsere Persönlichkeitsentwicklung darstellen. 

Nach welchen Kriterien sollte ein Coach ausgewählt werden?

Ein seriöser Coach muss leben, was er lehrt. Eine zertifizierte Coaching-Ausbildung ist kein Indiz für ein hohes Qualitätsniveau des Coachings. Ein seriöser Webauftritt und das Angebot eines kostenlosen Erstgesprächs kennzeichnen ebenso keinen anerkannten Coach.

Viel wichtiger ist, ob der Coach Lebensprinzipien versteht und dir nahe bringen kann!

Welche Arten von Coaching gibt es?

Bei Persönlichkeitsentwicklung.info erhältst du u. a. Auskunft zu folgenden Coaching-Arten:

  • Business Coaching
  • Unternehmenscoaching
  • Life Coaching
  • Hochsensibilitätscoaching
  • Burnout Coaching
  • Marketing Coaching
  • Finanzcoaching
  • Fitness Coaching
  • Paarcoaching
  • Ernährungscoaching
  • Gesundheitscoaching
  • Mobbingcoaching
  • Lebenscoaching
  • Karriere Coaching
  • Jobcoaching
  • Systemisches Coaching

Wann ist ein Coaching sinnvoll?

Ganz einfach: Wenn in deinem Leben etwas ins Ungleichgewicht geraten ist! Woran du das merkst? Immer dann, wenn du traurig, gestresst, wütent, enttäuscht oder krank bist.