Scheidungskosten

Das Thema Selbstliebe betrifft jeden von uns, egal ob dies bewusst oder unbewusst geschieht. Bist du mit dir selbst nicht…

Scheidungskosten berechnen – Preis-Tabelle im Überblick

Im Jahr 2019 betrug die Scheidungsrate in Deutschland 35,79%, wobei etwa 149.000 Ehen durch richterlichen Beschluss geschieden wurden. Für die Geschiedenen selbst stellt dies ein einschneidendes Erlebnis dar, welches nicht nur emotional belastend ist, sondern auch finanzielle Herausforderungen mit sich bringt.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Kosten bei einer Scheidung auf dich zukommen und wie sich diese zusammensetzen. Unsere Preis-Tabelle gibt dir einen Überblick über die Scheidungskosten bei einer einvernehmlichen Scheidung. Darüber hinaus klären wir darüber auf, wer die Kosten bei einer Scheidung zahlt und welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Unsere Expertentipps zeigen dir, wie du bei deiner Scheidung so viel Geld wie möglich sparen kannst.

Gerne beraten wir dich auch individuell zu deinem konkreten Scheidungsanliegen. Unsere Mitarbeiter haben jahrelange Erfahrung und helfen dir individuell bei deiner Situation. Wir bieten professionelle Unterstützung und können dir Experten vermitteln, die auf deine Situation spezialisiert eingehen. Sichere dir deine kostenlose und unverbindliche Beratung und kontaktiere unser Team noch heute.  

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten einer Scheidung lassen sich nicht pauschal berechnen und angeben, sondern sind von mehreren Faktoren abhängig. Da nur ein Richter die Scheidung vollziehen kann, fallen einerseits Gerichtskosten an. Diese werden an das Gericht gezahlt und berechnen sich nach dem Gerichtskostengesetz.

Eine Scheidung kann nicht ohne einen Fachanwalt für Familienrecht durchgeführt werden. Bei einer einvernehmlichen Scheidung reicht ein Anwalt für beide Parteien aus. Es entstehen euch also auch Anwaltskosten, die an den Anwalt gezahlt werden und sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz richten.

Eine streitige Scheidung ist bereits deshalb kostenintensiver, da zwei Anwälte gebraucht und letztlich auch bezahlt werden müssen. Umso mehr Streitigkeiten und Widersprüche zwischen euch stehen, desto umfangreicher gestaltet sich der Prozess der Scheidung. Einigt euch also auf einen Anwalt und reduziert eure Streitigkeiten auf ein Minimum! Je mehr ihr bereits selbst besprochen und geregelt habt, desto weniger muss der Anwalt tätig werden.

Weiterhin wird für die Berechnung der Scheidungskosten der sogenannte Verfahrenswert herangezogen. Er ist eine wichtige Berechnungsgröße und wird oftmals auch „Streitwert“ oder „Gegenstandswert“ genannt. Die Höhe des Verfahrenswertes ist nicht fest bestimmt und richtet sich nach §43 FamGKG.

Grundsätzlich wird zur Berechnung das Nettoeinkommen beider Eheleute verwendet. Dieses wird mit dem Faktor drei multipliziert, wobei der Mindeststreitwert 3.000,00 Euro beträgt. Stichtag für diese Berechnung ist der Tag der Antragsstellung. Dann müssen beide Ehegatten ihre Einkommensverhältnisse für das vorangegangene Quartal nachweisen. Ändert sich das Einkommen während des Verfahrens, wird dies nicht mehr berücksichtigt. Kindergeld erhöht das Einkommen bei demjenigen, der es bezieht.

Ein Beispiel: Du und dein Ehegatte verdienen zusammen 2.800,00 Euro pro Monat. Dann ergibt sich der Verfahrenswert aus 2.800,00 x 3 und beträgt 8.400,00 Euro.

Weitere Faktoren bei der Verfahrenswertfestsetzung sind außerdem:

 1. Die Vermögensverhältnisse und gemeinsame Besitztümer der Ehegatten

Hier wird i.d.R. 5-10% des Nettovermögens in Ansatz gebracht. Teilweise werden auch Festbeträge in Ansatz gebracht.

 2. Die Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder

Unterhaltsberechtigte Kinder können den Verfahrenswert mindern. Viele Gerichte nehmen einen Abschlag in Höhe von 250,00 Euro vor.

 3. Der Versorgungsausgleich

Insofern dieser notariell vereinbart wurde, spielt auch der Versorgungsausgleich eine Rolle. Er wird mit mindestens 1.000,00 Euro berücksichtigt, wenn er notariell vereinbart wurde. Die genaue Berechnung erfolgt, nachdem bekannt ist, was im Rahmen des Versorgungsausgleiches zu berücksichtigen ist.

 Von diesem festgelegten Verfahrenswert erhalten Gericht und Anwalt lediglich einen festgesetzten Bruchteil. Das bedeutet, dass der Verfahrenswert nicht die Scheidungskosten abbildet, sondern lediglich einen Bruchteil davon.

Nachdem der Gesamtverfahrenswert ermittelt wurde, werden dann die Gerichts- und Anwaltskosten nach den gesetzlichen Vorgaben berechnet.

Der Verfahrenswert beträgt immer mindestens 4.000,00 Euro, da der Wert der Scheidung mit mindestens 3.000,00 Euro angesetzt ist und der Versorgungsausgleich immer mit mindestens 1.000,00 Euro berücksichtigt wird.

Hilfreiche Muster und Vorlagen zum Thema Scheidung findest du hier zum Download.

Preis-Tabelle im Überblick

Aus der folgenden Tabelle könnt ihr entnehmen, welche Anwalts- und Gerichtskosten bei einer einvernehmlichen Scheidung mit einem Anwalt anfallen. Anhand des Verfahrenswertes in der ersten Spalte könnt ihr die jeweiligen Anwalts- und Gerichtsgebühren ermitteln.

Ein Lesebeispiel: Beträgt der Verfahrenswert der Scheidung 7.000,00 Euro, ergibt sich ein Anwaltshonorar von 1.228, 68 Euro. Die Gerichtskosten betragen 368,00 Euro. Somit sind insgesamt 1.596,68 Euro Scheidungskosten zu zahlen.

Für höhere Verfahrenswerte kannst du hier die Scheidungskosten einsehen.

Verfahrenswert-in-EUR

Wer zahlt die Scheidungskosten?

Grundsätzlich sind beide Ehegatten gleichermaßen zur Zahlung der Scheidungskosten verpflichtet. Das gilt sowohl für den beauftragten Scheidungsanwalt, als auch für die entstandenen Gerichtskosten, die zur Hälfte zwischen den Ehegatten aufgeteilt werden.

Zwar muss derjenige, der den Scheidungsantrag stellt, erst einmal in Vorleistung gehen – diese wird dann aber im Verlauf mit den tatsächlichen Kosten verrechnet und auf beide Beteiligten gleichermaßen verteilt.

Auch eine Arbeitslosigkeit stellt keine Ausnahme dar. Bei Berechnung der Scheidungskosten wird das Arbeitslosengeld II nicht mit einbezogen. Dennoch besteht hier die Möglichkeit finanzieller Unterstützung.

Gibt es finanzielle Unterstützung?

Bei einer Scheidung schützt das Gesetz immer den sozial schwächeren Teil. Doch selbst auf einkommensschwache Ehegatten kommen dann noch durchschnittlich 1.000,00 Euro für das Scheidungsverfahren hinzu. Können die Kosten für die Scheidung nicht selbstständig übernommen werden, gibt es gegebenenfalls staatliche Hilfen.

Die Gerichtskostenbeihilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe ist eine staatlich finanzierte Beihilfe, die auch einkommensschwachen Personen eine Scheidung ermöglichen soll. Dabei solltest du aber bedenken, dass es sich hierbei lediglich um ein Darlehen handelt, das zurückgezahlt werden muss. Auch eine spätere Rückzahlung ist möglich, weshalb der Antragssteller über weitere vier Jahre hinweg zu seiner finanziellen Situation Auskunft geben muss.

Damit der Antrag auf Verfahrenskostenhilfe überhaupt bewilligt wird, muss dein eigenes Einkommen nach Einschätzung des Gerichtes so niedrig sein, dass es nicht ausreicht, um die Kosten des Scheidungsverfahrens selbst zu zahlen.

Außerdem steht dem geringverdienenden Ehepartner zumeist Trennungsunterhalt zu. Dieser kann während der Trennungszeit bis zur Scheidung beantragt werden, wobei der andere Partner auch leistungsfähig sein muss. Beziehst du Arbeitslosengeld II, wird jedoch dieser Trennungsunterhalt vollständig auf deinen Regelsatz angerechnet.

Nach der Scheidung kann gegebenenfalls nachehelicher Unterhalt fällig werden, wenn beispielsweise ein Elternteil aufgrund der Kinderbetreuung nicht oder nur eingeschränkt arbeiten kann.

Scheidungskosten einsparen – Top Tipps von Experten

 

    1. Lasst euch einvernehmlich scheiden!

Versucht euch im Vorhinein über alle wichtigen Punkte einig zu werden, sodass kein Streit vor Gericht ausgetragen werden muss. Bei einer einvernehmlichen Scheidung benötigt ihr nur einen Anwalt und spart dadurch 50% der Anwaltskosten. Außerdem reduzieren einige Gerichte den Streitwert bei einer einvernehmlichen Scheidung um 20 – 25%. So spart ihr neben den Anwalts- auch Gerichtskosten.

 

    1. Nehmt Beratungshilfe & Verfahrenskostenhilfe in Anspruch!

Bist du finanziell nicht in der Lage, die Scheidungskosten zu tragen, solltest du die Unterstützung des Staates in Anspruch nehmen! Bei der Beratungskostenhilfe kannst du dich bei einem Rechtsanwalt deiner Wahl über deine Rechte und Pflichten bei einer Trennung oder Scheidung beraten lassen.

Du erhältst diese Unterstützung, wenn dein Einkommen unter der Bewilligungsgrenze liegt. Dazu musst du beim örtlichen Amtsgericht vorsprechen und deine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen.

Verfahrenskostenhilfe kommt für die Anwalts- und Gerichtskosten auf und wird nach der Beratungshilfe beantragt. Auch dein Anwalt kann im Vorfeld des Scheidungsverfahrens Verfahrenskostenhilfe beim zuständigen Gericht beantragen.

 

    1. Einigt euch vertraglich!

Sehr viel Geld könnt ihr außerdem sparen, indem ihr euch im Vorfeld über die grundsätzlichen Details schriftlich einigt. Dabei handelt es sich u. a. um Ehegattenunterhalt, die Aufteilung des Hausrates, den Verbleib der bisherigen Wohnung oder den Zugewinnausgleich vor Gericht.

Eine solche vertragliche Einigung ist einerseits ein Ehevertrag oder auch ein notariell beurkundeter Vertrag, der auch kurz vor der Scheidung erstellt werden kann.Dieser Weg erspart euch, dass wichtige Punkte langwierig vor Gericht geklärt werden müssen und verringert somit den Streitwert.

    1. Schiedsgutachten vereinbaren!

Ein privates Schiedsgutachten kommt in Frage, wenn ihr euch bezüglich des ehelichen Vermögens, des Zugewinns, der Immobilie oder des Hausrates nicht einigen könnt. Gemeinsam beauftragt ihr hier einen Sachverständiger eures Vertrauens mit der Bewertung der Sache.

Bereits im Vorfeld erklärt ihr euch verbindlich mit dem Ergebnis einverstanden. Schiedsgutachten verhindern einen langen und kostenintensiven Gerichtsstreit und ersparen euch gleichzeitig Zeit und Nerven.

 

    1. Verzicht auf Scheidungsgründe

Schafft ihr es nicht, euch zu einigen und betreibt die Scheidung streitig mit zwei Anwälten, könnt ihr euch diesen Tipp zu Nutze machen. Hier erklären beide Seiten im Scheidungstermin, dass sie auf Rechtsmittel (Beschwerden) gegen die Scheidung verzichten. Damit erspart ihr dem Gericht Arbeit und bekommt einen Teil der Gerichtskosten zurückerstattet.

    1. Zahle die voraussichtlichen Scheidungskosten VOR dem Stichtag!

Das, was am Stichtag „Zustellung des Scheidungsantrages“ ausgegeben ist, vermindert dein Endvermögen und muss nicht mehr mit dem Ehepartner geteilt werden. Daher solltest du die voraussichtlichen Scheidungskosten unbedingt vor diesem Tag zahlen und über den Zugewinnausgleich die andere Hälfte vom Ex-Partner bezahlen lassen.

    1. Nutzt die Vorteile einer einvernehmlichen Online-Scheidung!

Ihr könnt eure Scheidung auch über das Internet bei einem Anwalt in Auftrag geben. Dadurch erspart ihr Termine beim Anwalt in der Kanzlei, Zeit, sowie Fahrtkosten. Lediglich der Gerichtstermin muss persönlich erfolgen, dauert jedoch im Normalfall nur zehn Minuten. Eine solche Scheidung setzt allerdings voraus, dass ihr euch über die wichtigsten Punkte einig seid.

 

Weitere wichtige Informationen zum Thema Online-Scheidung findest du auch hier.

Zusammenfassung und Fazit

Mit dem Entschluss zu einer Scheidung kommen viele Fragen auf. Einige davon beziehen sich auf die finanziellen Aspekte. Oft entstehen Unsicherheiten und Streitigkeiten, die den Prozess der Scheidung unnötig verlängern. Unsere Informationen und Tipps können dir dabei helfen, deine Scheidung sicher und mit wenig Kosten erfolgreich durchzuführen.

Dafür ist es u. a. von enormer Bedeutung, dass du dich mit deinem Ex-Partner über die rechtlichen Konsequenzen außergerichtlich einigst. Habt ihr hierbei Probleme, bietet sich eine Mediation an, bei der ihr unter professioneller Anleitung alle Streitpunkte beseitigen und somit eine einvernehmliche Scheidung mit nur einem Anwalt vollziehen könnt.

An unserer Scheidungskostentabelle kannst du die entstehenden Kosten einer einvernehmlichen Scheidung ablesen und dir einen Überblick über die Kosten verschaffen.

Möchtest du individuell zu deiner Trennung/ Scheidung beraten werden, dann bekommst du von uns die optimale Unterstützung. Unser Team von persönlichkeitsentwicklung.info besteht aus erfahrenen und kompetenten Mitarbeitern, die sich um dein konkretes Anliegen individuell kümmern.

Wir vermitteln dir Experten, die auf deine Situation spezialisiert eingehen können, sodass du nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparst. Unsere Beratung ist für dich absolut kostenfrei. Kontaktiere unser Team jederzeit für eine unverbindliche Beratung.

Hinweis:

Die Texte von persoenlichkeitsentwicklung.info werden von Kommunikationsspezialisten, Psychologen, Coaches und Mentaltrainern verfasst. Das Portal besitzt ausgebildete Spezialisten für die Bearbeitung von fachspezifischen Texten und gewährleistet somit Qualität und Validität auf höchstem Niveau. Gern kannst du dich von unserem Team jederzeit persönlich beraten lassen.

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